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Die BMW Motorrad Geschichte

Seit neun Jahrzehnten spielt die Marke BMW eine prägende Rolle bei der Entwicklung der individuellen Mobilität auf zwei Rädern. Innovationskraft, Erfolge im Rennsport, hervorragende Qualitätsstandards und charakteristisches Design haben in dieser Zeit zu jenem Stellenwert geführt, den BMW Motorrad heute einnimmt. Am Anfang dieser Erfolgsgeschichte standen Motorräder von BMW, die ihre Funktionalität und Zuverlässigkeit sowohl im sportlichen Wettkampf als auch im Alltag unter Beweis stellen konnten, um damit ein Grundbedürfnis an Unabhängigkeit im Straßenverkehr zu erfüllen. Im Laufe von Jahrzehnten gewann der Aspekt der Freude am Fahren zunehmend an Bedeutung. Faszinierende Technologie und das Erlebnis von Freiheit liefern bis heute den Antrieb für die kontinuierlich wachsende Popularität der Marke BMW Motorrad in aller Welt.

90 Jahre nach der Präsentation des ersten Motorrads von BMW stellen sich darüber hinaus vor allem für die urbane Mobilität neue Herausforderungen. Die Reduzierung von Emissionen und höhere Effizienz bei der Nutzung von Verkehrsflächen gehören zu den wichtigsten Aufgaben, denen sich BMW Motorrad unter anderem im Rahmen von Fahrzeugkonzepten mit rein elektrischem und damit lokal emissionsfreiem Antrieb widmet. Sie bieten die Möglichkeit, Freude am Fahren auf zwei Rädern mit nachhaltiger Antriebstechnologie zu erzeugen. Einmal mehr setzt BMW Motorrad mit Leidenschaft für Innovation und Dynamik Impulse für die individuelle Mobilität.

Premiere mit Boxer-Motor: Die BMW R 32. 

Der Auftakt zur Automobilausstellung in Berlin am 28. September 1923 markiert die Geburtsstunde des Motorrad-Baus bei BMW. Dem Publikum wurde an diesem Tag die BMW R 32 präsentiert, ein Motorrad, dessen Antriebsprinzip – luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxer-Motor mit quer zur Fahrtrichtung liegenden Zylindern, direkt angeblocktes Schaltgetriebe und Wellenantrieb – bis heute die Grundkonzeption für zahlreiche Modelle der Marke bildet.

Entwickelt wurde die BMW R 32 innerhalb weniger Wochen vom Technischen Direktor Max Friz und seinem Team. Das junge Unternehmen BMW hatte sich bis dahin auf Flugzeug-, Boots- und Lkw-Motoren konzentriert. Doch schon seit 1920 wurden außerdem Boxer-Motoren für Zweiradhersteller produziert. Der Schritt zu einem eigenen Motorrad der Marke BMW war da nur folgerichtig. Dass die Entwicklungskompetenz dafür vorhanden war, bewies die von einem 494 Kubikzentimeter großen und 6,25 kW/8,5 PS starken Motor angetriebene BMW R 32 mit einem stabilen Fahrverhalten, hervorragenden Fahrleistungen und hoher Zuverlässigkeit. Die BMW R 32 war – im Gegensatz zum Wettbewerb, der sich weitgehend an der Fahrradgeometrie orientierte – konsequent als eigenständiges Fahrzeug konzipiert und wies eine im Wettbewerbsumfeld einzigartige Qualität auf. Folgerichtig war bereits die BMW R 32 als Premiummodell positioniert.

Neuanfang mit 12 PS: Die BMW R 24. 

Nachdem die Motorradproduktion in der ersten Hälfte der 1940er-Jahre nahezu vollständig den militärischen Anforderungen untergeordnet war, standen sowohl Entwicklung als auch Fertigung nach dem Zweiten Weltkrieg vor einem kompletten Neuanfang. Ab 1948 wurde im BMW Motorrad Werk in München das Einzylinder-Modell BMW R 24 gebaut. Basierend auf dem Vorkriegsmodell BMW R 23 und mit einer Leistung von 9 kW/12 PS erfüllte es den damaligen Bedarf für den Start in eine neue Ära der individuellen Mobilität.

1950 wurde erstmals wieder ein BMW Motorrad mit Zweizylinder-Boxer-Motor produziert. Auch die BMW R 51/2 war auf der Grundlage eines Vorkriegsmodells konzipiert. Doch mit steigenden Verkaufszahlen wuchs bald auch der Spielraum für Innovationen. Eine neue Motorengeneration wurde 1951 mit der BMW R 51/3 eingeführt. Im Jahr darauf debütierte die BMW R 68 mit einem 600 Kubikzentimeter großen und 26 kW/35 PS starken Zweizylinder, das erste deutsche Serienmotorrad, das eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichte. Im Rennsport ging es noch schneller zur Sache: Für die 1954 eingeführte BMW RS 54 hatten die BMW Ingenieure einen Boxer-Motor mit zwei obenliegenden, mittels Königswelle angetriebenen Nockenwellen entwickelt, der 33 kW/45 PS mobilisierte und die käufliche Rennmaschine auf annähernd 200 km/h beschleunigte.

Revolution aus dem Windkanal: Die BMW R 100 RS, das erste Motorrad mit aerodynamisch optimierter Vollverkleidung. 

Zu Beginn des Jahres 1976 hatte die BMW AG die Aktivitäten im Motorrad-Bereich neu geordnet. Mit der Gründung der BMW Motorrad GmbH gelangte die Sparte zu unternehmerischer Eigenständigkeit. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der BMW AG setzte das Unternehmen seine Modelloffensive mit dem Vorstoß in die Ein-Liter-Klasse fort. Die Boxer-Motoren der neuen Modelle BMW R 100/7 und BMW R 100 S verfügten über einen Hubraum von 980 Kubikzentimetern. Das größte Aufsehen erregte jedoch die BMW R 100 RS. Sie war das erste Serienmotorrad der Welt, dessen Fahrer hinter einer im Windkanal entwickelten Vollverkleidung Platz nahm. Die fest mit dem Rahmen verbundene Verkleidung bot nicht nur Schutz vor Wind und Nässe, sondern ermöglichte auch Langstreckenfahrten bei hoher Geschwindigkeit in einer aufrechten Sitzposition. Unter Beweis gestellt wurden die einzigartigen Qualitäten mit Weltrekordfahrten auf der Rennstrecke im italienischen Nardo. Dank einer Leistung von 51 kW/70 PS und ihrer einzigartigen Aerodynamik-Eigenschaften erreichte die BMW R 100 RS auch auf der Straße eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Bei der erstmals durchgeführten Leserwahl der Fachzeitschrift „Das Motorrad“ wurde sie auf Anhieb zum „Motorrad des Jahres“ gekürt.

Als konsequente Weiterentwicklung des neuen Konzepts wurde 1978 die BMW R 100 RT eingeführt. Ihre Vollverkleidung war noch stärker auf maximalen Fahrkomfort ausgerichtet. Außerdem wurde ein modellspezifisches Koffersystem angeboten, sodass die BMW R 100 RT zum idealen Motorrad für anspruchsvolle Tourenfahrer wurde. Im gleichen Jahr präsentierte BMW Motorrad zudem eine zweite Boxerbaureihe. Die leichten und handlichen Modelle BMW R 45 (473 Kubikzentimeter, 26 kW/35 PS) und BMW R 65 (649 Kubikzentimeter, 33 kW/45 PS) sprachen abermals neue Zielgruppen an. Vor allem die BMW R 45, die für eine besonders günstige Versicherungseinstufung auf 20 kW/27 PS gedrosselt werden konnte, ermöglichte auch Neueinsteigern Freude am Fahren.

Der Coup mit K: Premiere für den Vierzylinder in Längsrichtung. 

Für einen Paukenschlag hatten schon 1983 auch die Antriebsentwickler von BMW Motorrad gesorgt. Erstmals in der Geschichte des Unternehmens statteten sie ein BMW Motorrad mit einem Vierzylinder-Motor aus. Und nicht nur das: Der 987 Kubikzentimeter große und 66 kW/90 PS starke Motor wurde in Längsrichtung liegend und als mittragendes Element in den nach unten offenen Gitterrohr-Stahlrahmen des neuen Modells BMW K 100 positioniert. Oben liegende Nockenwellen und eine Kraftstoffeinspritzung waren weitere wichtige Features. Der Coup der BMW Motorenbauer gelang, mit den Modellvarianten BMW K 100 RS, BMW K 100 RT und BMW K 100 LT wurde schnell eine komplette Baureihe aufgelegt und schon Ende 1984 waren mehr als 30 000 Einheiten verkauft. Darüber hinaus war die BMW K 100 das weltweit erste Serienmotorrad, für das eine Bremsanlage mit Antiblockiersystem verfügbar war. Das speziell für den Einsatz in Motorrädern entwickelte ABS trat 1988 in diesem Modell seinen Siegeszug an.

Bei der Konzeption des längsgerichteten Motors hatten die Ingenieure von Beginn an auch eine Dreizylinder-Variante berücksichtigt. Sie kam 1986 in der BMW K 75 (740 Kubikzentimeter, 55 kW/75 PS) auf den Markt.

Innovationen in Serie: Dreiwege-Katalysator, Telelever, ein neuer Boxer-Motor und die Renaissance der Einzylinder. 

Eine Besonderheit stellte auch die 1988 vorgestellte BMW K1 dar, die nicht nur ein avantgardistisches Design- und Aerodynamik-Konzept, sondern auch einen dank erstmals eingeführter Vierventiltechnik auf 74 kW/100 PS erstarkten Vierzylinder-Motor aufwies. Die Vierventiltechnik, eine Hubraumerweiterung auf bis zu 1 171 Kubikzentimeter und eine neue Nomenklatur bestimmte die weitere Entwicklung der Baureihe. Die weit reichendste Innovation war allerdings der erstmals eingesetzte Dreiwege-Katalysator. Sportlicher Höhepunkt: die BMW K 1200 RS, die 1997 auf 96 kW/130 PS sowie auf eine Spitzengeschwindigkeit von 245 km/h kam.

Eine weitere bahnbrechende Innovation der 1990er-Jahre betraf die Fahrwerkstechnik und war nicht allein der K-Baureihe vorbehalten. Zur Paralever-Schwinge, mit der Antriebseinflüsse auf die Hinterradfederung unterbunden wurden, gesellte sich 1993 die Telelever-Vorderradführung. Bei dieser Konstruktion übernahm die Telegabel die Radführung, während die Federungs- und Dämpfungsaufgaben über einen Dreieckslenker auf ein zentrales Federbein übertragen wurden. Erstmals eingesetzt wurde dieses Prinzip in der neuen BMW R 1100 RS, deren Chassis zudem erstmals ohne Hauptrahmen auskam. Stattdessen diente die Motor-Getriebeeinheit als tragendes Element für den Lenkkopfträger und die Hinterradschwinge. In der BMW R 1100 RS debütierte außerdem ein vollkommen neu entwickelter Boxermotor, der aus einem Hubraum von 1 085 Kubikzentimetern eine Leistung von 66 kW/90 PS mobilisierte. Luft-Ölkühlung, Vierventiltechnik, elektronische Kraftstoffeinspritzung und eine im Zylinderkopf liegende Nockenwelle waren weitere bedeutende Merkmale dieses Triebwerks. Das neue Gesamtkonzept wurde in den Folgejahren auf alle Boxer-Modelle einschließlich der neuen 850er-Varianten übertragen. Außerdem kam 1997 die BMW R 1200 C auf die Straße – und auf die Leinwand, wo der erste Cruiser der Marke von Pierce Brosnan im James-Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“ gesteuert wurde.

S für Sport, HP für High Performance. 

Mit der zweiten Generation der erfolgreichen K-Baureihe sorgten die BMW Ingenieure buchstäblich für eine Neuausrichtung der Vierzylinder-Technologie. Bei der 2004 vorgestellten BMW K 1200 S war der Motor nicht mehr längs, sondern quer zur Fahrtrichtung angeordnet. Außerdem erhielt das Hochleistungstriebwerk Vierventiltechnik mit Schlepphebeln und eine Trockensumpfschmierung. Mit 123 kW/167 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 280 km/h war die BMW K 1200 S das stärkste und schnellste Motorrad der Unternehmensgeschichte. Erstmals übernahm das neue Duolever System mit zwei drehbar im Rahmen gelagerten Längslenkern die Vorderradführung. Als Option war eine weitere Weltneuheit zu haben: das erste elektronisch einstellbare Fahrwerk, das jemals für ein Serienmotorrad angeboten wurde. In den folgenden Jahren kamen die BMW K 1200 R, ein Naked Bike, das auch in der Rennserie BMW Power Cup eingesetzt wurde, und eine Neuauflage der K-Baureihe mit nunmehr 1 300 Kubikzentimetern Hubraum auf den Markt.

Parallel dazu wurde auch bei den Boxer-Modellen das sportliche Profil geschärft. Die BMW HP2 Enduro und die BMW HP2 Megamoto gelangten mit konsequenter Gewichtsreduzierung, 81 kW/110 PS, einer Upside-down-Telegabel und Zentralfederbein zu ihrer exklusiven Charakteristik. Im Jahr 2007 wurde die neue Baureihe um die BMW HP2 Sport ergänzt, deren 98 kW/133 PS starker Motor auch als Basis für die zwei Jahre später erneuerten Boxer-Modelle der R-Baureihe fungierte.

Noch mehr Vielfalt im Motoren-Programm wurde zudem 2006 mit der Einführung der Modelle BMW F 800 S, BMW F 800 ST, BMW F 800 R, BMW F 800 GS sowie BMW F 650 GS geschaffen. Erstmals kam in diesen Mittelklasse-Modellen ein Zweizylinder-Antrieb mit parallel angeordneten Brennräumen zum Einsatz. Mit dem erweiterten Modellportfolio stiegen auch die Marktanteile von BMW Motorrad kontinuierlich an. Im Jahr 2006 überstieg der weltweite Jahresabsatz erstmals die Marke von 100 000 Motorrädern.